Kugelhantelheben und Athletische Gymnastik
Die Prüfung der körperlichen Vorbereitetheit
Deutsche Zusammenfassung von Tyazhelaya Atletika. Ezhegodnik 1986 (Moskau: Fizkultura i Sport, 1986), S. 50–51: der Text ist eine Paraphrase, keine Übersetzung.
Die Kugelhantelnormen sind in die Einheitliche Allunions-Sportklassifikation aufgenommen, und Wettkämpfe finden häufig statt, daher braucht die Sportart eine wissenschaftlich begründete Methodik. Aus der Literatur und der Beobachtung von Training und Wettkampf leiten die Autoren drei Grundsätze ab.
- Wettkampfübungen werden bis an die Grenze ausgeführt, als maximale Zahl von Hebungen mit einer Kugelhantel von 16, 24 oder 32 kg je nach Alter und Rang, sodass die Sportart als zyklisch eingestuft werden kann; ihre Schlüsselkomponente der Vorbereitetheit ist die Kraftausdauer.
- Für Anfänger ist das Heben sehr anspruchsvoll, daher hängt die absolute Kraftausdauer zuerst von der Kraftfähigkeit ab, was ein spezielles Krafttraining verlangt.
- Ein hohes Niveau einer Eigenschaft erfordert ein optimales Niveau der anderen, daher sollte die Kraftausdauer auf der allgemeinen Ausdauer aufbauen.
Das Training sollte daher eine Grundlage allgemeiner Ausdauer legen, die Kraftfähigkeiten auf ein Optimum bringen und auf beiden die Kraftausdauer entwickeln. Diese Grundsätze lagen einem Experiment zugrunde, das das beste Training für niedrig eingestufte Heber finden sollte und informative, zuverlässige und gleichwertige Tests erfordert. In der Anfangsphase sind Aufgaben, Grundsätze und Methoden des Krafttrainings dieselben wie im Gewichtheben, sodass dort übliche Tests verwendet werden können.
Korrelationsanalyse
Eine Testbatterie aus 16 Tests umfasste absolute Kraft, Kraftausdauer, schnellkräftige Fähigkeiten, Schnelligkeit, Leistungsfähigkeit, allgemeine Ausdauer und vestibuläre Empfindlichkeit. Eine Korrelationsanalyse mit den Ergebnissen der Kontrollwettkämpfe als Kriterium ermittelte die informativsten Kennwerte für Heber der 2. und 3. Klasse. Die Korrelationen mit den Ergebnissen im Stoßen, im Reißen und in der Zweikampfsumme betrugen:
- Kraft: maximales Bankdrücken, r = 0.759–0.977; maximale Kniebeuge mit der Hantel im Nacken, 0.725–0.894; Kreuzheben, 0.647–0.873; Dynamometrie der stärkeren Hand, 0.830–0.933;
- Kraftausdauer: Barrenstütz (Dips), 0.744–0.894; Klimmzüge, 0.622–0.737;
- allgemeine Ausdauer: 1000-m-Lauf, −0.791 bis −0.978;
- Leistungsfähigkeit: PWC170-Test, 0.629–0.862;
- vestibuläre Empfindlichkeit: Yarotsky-Test, 0.861–0.945.
„Explosivkraft“ und Schnelligkeit korrelierten mäßig oder schwach mit den Ergebnissen: Standhochsprung 0.575–0.675 und 60-m-Lauf 0.084–0.289. Der Sprung korrelierte besser mit dem Stoßen, das die Beine belastet.
Die informativsten Tests für niedrig eingestufte Heber betreffen also Kraft, Kraftausdauer und allgemeine Ausdauer, vestibuläre Empfindlichkeit und Leistungsfähigkeit; Explosivkraft und Schnelligkeit sind weniger wichtig. Die Prüfung qualifizierter Heber erfordert zusätzliche experimentelle Forschung.